„Keine Angst“

Köln-Buchforst: Eindrücke aus einer Spielgruppe für Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind.

Corona killt Olympia? nicht bei den Kingz!

Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche in Köln-Ossendorf.

Wir drehen unser Ding.

Chancengleichheit, Solidarität und Ausgrenzung – Ein Film.

INNOVATIVE LERNFÖRDERUNG.

Back on Track: Wir bringen Kinder auf den Weg.

BABY-KURS.

Müttern und Vätern helfen.

INTERKULTURELLES MITEINANDER.

Ein Stück Erde für alle!

CREATIVE MEDIA DAYS.

Zeig, was online in dir steckt.

GEWALTPRÄVENTION – GELINGENDE KOMMUNIKATION IN DER GRUNDSCHULE.

Traumatisierte Kinder mit Flüchtlingshintergrund in Schule und OGS integrieren.

DEUTSCHER KINDERHOSPIZVEREIN AACHEN

Wochenend-Ausflug für Kinder mit lebensverkürzenden Krankheiten und ihren Familien.

WOHNGRUPPE DER AWO HEINSBERG

Frauen lernen, sich zu behaupten und sich zu schützen.

„Keine Angst“

Köln-Buchforst: Eindrücke aus einer Spielgruppe für Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind.

Cheyenne erstarrt, blickt erschrocken, ängstlich. Sie hat eine große, dunkle Wolke gemalt, dabei ist der Stift zerbrochen – es hat einfach ‚krack‘ gemacht. Martina kommt. Sie leitet die Spielgruppe. Freundlich sagt sie: „Oh, der Stift ist kaputt, hier ist ein anderer, der hat fast die gleiche Farbe. Willst du den nehmen?“ – kein Schimpfen, kein Schreien, keine Schläge.

Für Cheyenne ist dies immer noch ungewohnt. Zögernd nimmt sie den Stift und malt weiter. Erst vorsichtig, dann werden ihre Bewegungen freier, größer – bald schon malt sie wieder schwungvoll weiter an ihrer Wolke.

... mal selbst bestimmen, was man machen will.

Cheyenne ist eines von acht Kindern, die alle zwei Wochen in die Spielgruppe kommen. Heute hat Martina sie abgeholt, weil ihre Mama manchmal vergisst, dass sie in die Spielgruppe darf. Hier ist es schön, hier kann man gemeinsam malen, manchmal auch wilde Spiele spielen. Hier kann man auch mal selbst bestimmen, was man machen will. Und hier wird nicht geschimpft. Martina hat ihr auch gezeigt, wie sie ihr Krafttier – einen kleinen grünen Drachen – rufen kann. Auch Sorgenpüppchen haben sie zusammen gebastelt.

Cheyenne schaut Martina an. „Was hast du gemalt?“ fragt die Leiterin interessiert. „Meine Kopfwolke“ sagt Cheyenne, lässt die „Kopfwolke“ liegen und läuft rüber zum Hüpfspiel.

Jedes Kind hat das Recht auf gewaltfreie Erziehung

Väter und Mütter wollen gute Eltern sein. Sie wollen ihren Kindern Zuwendung geben, sie fördern und beschützen. In manchen Familien kann ein Streit allerdings schnell in Gewalt ausarten. Die meisten Kinder, die häusliche Gewalt miterleben, schämen sich für das Verhalten ihrer Eltern. Dies macht es ihnen schwer, sich jemandem anzuvertrauen.

Kinder fühlen sich schuldig für das, was zu Hause passiert. Es ist wichtig, diesen Kindern deutlich zu machen, dass sie für das Verhalten ihrer Eltern nicht verantwortlich sind.

Kinder orientieren sich an dem, was ihre Eltern ihnen vorleben. Wenn sie Gewalt erleben, wird diese zur Normalität. Sie lernen, dass Gewalt zur Durchsetzung eigener Interessen „normal“ ist. Sie lernen nicht, dass es in Konfliktsituationen auch positive Verhaltensalternativen gibt. Im Erwachsenenalter wiederholt sich für diese Kinder oft das Erlebte, nämlich die Ausübung bzw. die Erduldung von Gewalt. Kinder brauchen daher qualifizierte Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Gewalterfahrungen.

Hilfe zu suchen – und diese auch anzunehmen – ist für alle betroffenen Familienmitglieder sehr schwer. Für manche leider oft undenkbar. Den Zugang zu Hilfen bestimmen die Erwachsenen. Deshalb sind niedrigschwellige Angebote, noch jenseits der Kinder- und Jugendhilfe, wichtig. Der Besuch einer Spielgruppe ermöglicht es den Kindern ohne Scham, Hilfe in Anspruch zu nehmen und zeigt den Eltern Möglichkeiten, wie sie mit weiterführenden Angeboten aus der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe ihre Situation verbessern können.

© AdobeStock/seventy-four

Corona killt Olympia? nicht bei den Kingz!

Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche in Köln-Ossendorf.

Kindern, die in prekären Lebensverhältnissen aufwachsen, zu helfen, ist ein ganz wichtiges Herzensanliegen der AWO Rheinlandstiftung. Dazu gehört auch die Förderung von Ferienprogrammen, damit auch ärmere und benachteiligte Kinder und Jugendliche in der schulfreien Zeit spannende Dinge erleben – und sie während ihrer Ferien Gemeinschaft erfahren und in ihrer Persönlichkeit wachsen können.

Eigene olympische Spiele – trotz Corona.

Im Corona-Jahr 2020 erhielt dieser Anspruch auf Unterstützung nochmals eine ganz besondere Bedeutung. Viele Veranstaltungen mussten corona-bedingt abgesagt werden, so beispielsweise auch die olympischen Spiele in Tokio. Dies galt allerdings nicht für die Kinder und Jugendlichen aus dem Jugendzentrum „Kingz“ in Ossendorf. Sie haben die Situation dank der Förderung der AWO Rheinlandstiftung sportlich genommen und führten ihre eigenen olympischen Spiele durch.

Eine Idee, die von den Kindern kam.

Letztlich kam der Vorschlag, also die Grundidee, von den Ossendorfer Kindern selbst. Sie bestimmten auch, ob sie lieber gemeinsam Pizza backen, in den Zoo oder zum Schwarzlicht-Minigolf gehen wollten, denn sie konnten selbst über die Verwendung des vorgegebenen Budgets bestimmen. Dazu mussten Vorschläge eingeholt, auf Machbarkeit – auch unter Corona-Bedingungen – geprüft und es musste ein gemeinsamer Beschluss ausdiskutiert werden. Danach ging’s dann los ...

Ferien daheim – für die „Kingz“ aus Ossendorf kein Problem.

© Photocase.com/cos-caron

Wir drehen unser Ding.

Chancengleichheit, Solidarität und Ausgrenzung – Ein Film.

„Eigentlich sind es nur 15 Minuten – aber das kann wie eine Ewigkeit sein. Wenn du 15 Minuten lang auf dem Pausenhof stehst, alleine. Wenn dich die anderen dann doch mal ansprechen und du nichts verstehst. Wenn sie sich dann wegdrehen und lachen, dann sind 15 Minuten lang, sehr lang. Weil du denkst, die lachen über dich, weil du nichts verstehst“ erzählt Wajid.

Wajid kam als geflüchteter Jugendlicher ins oberbergische Marienheide. Im AWO Jugendzentrum fand er Freunde und lernte Deutsch. Er ist einer von 14 Jugendlichen aus Engelskirchen und Marienheide, die mit ihrer Videodokumentation zum Thema „Chancengleichheit, Solidarität und Ausgrenzung“ Kommunalpolitiker*innen der beiden Gemeinden für ihre Anliegen und ihre Sorgen sensibilisieren wollen.

Zur Gruppe zusammengewachsen.

In ihrem Film „Wir drehen unser Ding“ berichten sie, wie wichtig das Zusammentreffen mit Gleichaltrigen in Jugendzentren für sie ist – und dass sie dort einen Ort haben, an dem sie wahr- und ernstgenommen werden. Der Film zeigt auch: Jugendliche besitzen nicht die gleichen Entwicklungsmöglichkeiten, gerade auch aufgrund von sprachlichen und finanziellen Schwierigkeiten.

Selbstbewusst mitgestalten.

Die Jugendlichen haben in dem Projekt gelernt, einen Film zu konzipieren, zu drehen und zu schneiden. Sie haben dabei auch gelernt, politischen Entscheidungsträgern ihre Anliegen in einer ansprechenden und verständlichen Form nahezubringen. Selbstbewusst gestalten sie mit, trotz ganz unterschiedlicher Voraussetzungen – und machen so „ihr Ding“.

© Photocase.com/zettberlin

Ich bin was wert.

Frauen lernen, sich zu behaupten und sich zu schützen.

Die Frauen, die in der Wohngruppe der AWO Heinsberg leben oder dort ambulant betreut werden, haben Schlimmes erlebt. Entwertet, diskriminiert, misshandelt. Und das oftmals über Jahre.

Selbstwert lernen.

Im betreuten Wohnen können sie durchatmen. Hier lernen sie, wieder an sich zu glauben. Dazu gehört auch, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein aufzubauen. Eine große Aufgabe für Frauen, die immer wieder versucht haben, ihr Schicksal zu meistern und dann doch wieder ins Straucheln geraten sind. Durch Schulden, Arbeitslosigkeit, oft aber auch durch massive Gewalt und sexuellen Missbrauch.

Der Weg zurück ins Leben beginnt mit dem ersten Schritt.

Die AWO Rheinlandstiftung unterstützt die Frauen durch WenDo-Kurse. In diesen Präventions- und Selbstbehauptungskursen lernen sie, unfaires Verhalten zu erkennen und zu benennen, Beleidigungen und Grenzüberschreitungen zurückzuweisen und sich bei körperlichen und verbalen Angriffen zu schützen.

Ohne den geschützten Rahmen, den die AWO in Heinsberg den Frauen bietet, wäre es für manche schwer, den Kurs zu Ende zu führen. Psychisch wie finanziell. Die Lebensläufe sind zu tief gezeichnet. „Ich habe gelernt, meine Meinung, Bedürfnisse und Wünsche zu sagen“, erzählt eine Teilnehmerin. Ein erster Schritt, das eigene Leben aktiv und selbstbestimmt zu gestalten.

© iStock/NicolasMcComber

INNOVATIVE LERNFÖRDERUNG.

Back on Track: Wir bringen Kinder auf den Weg.


Kinder können nicht zur Schule gehen, wenn die Schulgebäude zerstört sind. Sie können nicht lernen, wenn ihre Klassenräume in Lazarette oder Notunterkünfte umgewandelt worden sind. Oder wenn Schulwege wegen der Heckenschützen zu gefährlich werden. Ist den Kindern mit ihren Familien dann endlich die Flucht aus den Kriegs- und Krisengebieten gelungen, können die Unterbrechungen in ihren Bildungskarrieren bei der Einschulung oftmals nicht ausreichend berücksichtigt werden. Das Erlernen der deutschen Sprache steht nun oftmals im Vordergrund und absorbiert die meiste Energie. Mathematik, Englisch, Naturwissenschaften, Kunst müssen zurückstehen.

Defizite aufholen. Wissenslücken schließen.

Gerade in diesen Fächern haben die Kinder und Jugendlichen aufgrund des Krieges ohnehin bereits enorme Defizite. So entstehen immer größere Lücken und es wird schwieriger, das Versäumte aufzuholen. Hier setzt das Projekt „Back on Track“ in Köln-Ostheim an und versucht durch gezielte Lernförderung für geflüchtete, arabischsprachige Kinder und Jugendliche diese Wissenslücken zu schließen.

Ein innovatives, ganzheitliches Lernkonzept hilft den Jugendlichen, selbst Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen. Dabei wird jedes Kind im Verhältnis 1:1 von ehrenamtlichen Mentor*innen unterstützt. Zurzeit profitieren rund zwei Dutzend Kinder – die meisten aus Kriegs- oder Krisengebieten – von dem AWO Programm.

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Kinder können nicht zur Schule gehen,
wenn die Schulgebäude zerstört sind.
Oder wenn Schulwege wegen der
Heckenschützen zu gefährlich werden.

BABY-KURS.

Müttern und Vätern helfen.

Ein Baby ist das reine Glück – für die Eltern, für die Familie! Und die Kindheit sollte auch ohne Druck und Probleme erlebt werden. Wenn allerdings Geldsorgen drücken, wenn Eltern von Ängsten geplagt werden oder wenn sogar deren eigene Kindheit besonders schwierig war, dann ist es gut, wenn jemand da ist, der hilft. So wie in unserem Projekt in Köln-Mülheim.

Mütter und Väter mit teils erheblichen psychosozialen Belastungen lernen dort im Baby-Kurs, feinfühlig mit ihrem Baby umzugehen. Sie lernen, sensibel die Signale ihres Kindes zu deuten – und darauf auch richtig zu reagieren.

Sichere Eltern-Kind-Bindung aufbauen.

In dem Projekt unterstützen Pädagogen die jungen Eltern ein Jahr lang dabei, eine enge und sichere Eltern-Kind-Bindung aufzubauen. Die Entwicklungsschritte und die Bedürfnisse der Kinder werden erläutert und gemeinsam diskutiert. Im Bedarfsfall bringen die Pädagogen aber auch Gefährdungsrisiken, wie zum Beispiel elterliche Depressionen zur Sprache. Optimal für die betroffenen Eltern: Die überschaubare Gruppengröße ermöglicht es den Kursteilnehmer*innen, ein gegenseitiges Hilfs-Netzwerk aufzubauen.

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Wenn Eltern von Ängsten geplagt werden,
wenn alles nur noch schwierig erscheint,
dann ist es gut, wenn jemand da ist, der hilft.

Interkulturelles Miteinander.

Ein Stück Erde für alle!

„Was wächst denn da?“, fragt die kleine Surin und Gertrude Schmitz erklärt ihr, dass dort Kartoffeln wachsen. Fleißig hilft Surin, die als Flüchtlingskind aus Syrien kam, beim Gießen. Ihre Mutter versucht auf Deutsch zu erklären, was sie zu Hause in Syrien aus Kartoffeln machten. So verbindet der Quartiersgemeinschaftsgarten Menschen jeden Alters und jeder Kultur.

Zusammenhalt statt Vorbehalte.

Das Leben in diesem sozialen Brennpunkt in Aachen ist nicht einfach. Sechsgeschossige Häuser, kaum Spielplätze und kleine Wohnungen, in denen große Familien, Alleinerziehende und Senior*innen leben - häufig anonym und von Einsamkeit bedroht.

Das Projekt „Quartiersgemeinschaftsgarten“ setzt hier an. Wenn Menschen unterschiedlichen Alters und Kulturen gemeinsam etwas schaffen und gestalten, entsteht ein neues Gemeinschaftsgefühl. Initiiert und betreut vom AWO Familienzentrum wächst aus einer Brachfläche eine grüne Oase im tristen Grau.

Bei dieser Aktion beteiligen sich alle: Die Seniorinnen und Senioren im Quartier geben als erfahrene Gartenkenner ihr Wissen an Familien und Kinder weiter und so entsteht ein schönes, generationsübergreifendes und interkulturelles Miteinander.

Creative Media Days.

Zeig, was online in dir steckt.

Jugendliche in den Jugendhilfeeinrichtungen des Sommerbergs haben schon viel mitgemacht: Schwierige Familienverhältnisse, Gewalt, Ausgrenzung, Benachteiligung. Kein Wunder, dass es vielen häufig am Selbstbewusstsein und am Glauben an die eigenen Fähigkeiten mangelt. Umso wichtiger ist es, dass sie nicht anfällig für Probleme werden. Offline wie online.

Werde kreativ. Du kannst das.

In dem Ferienprojekt „Creative Media Days“ sollen die Jugendlichen den Umgang mit digitalen Medien üben. So haben sie gelernt, selbst digitale Spiele zu entwickeln und dabei auch über Spielinhalte und Spielverhalten nachzudenken. Sie haben Videos gedreht und verstanden Produktionsprozesse zu durchschauen. Sie blickten hinter die Kulissen von Sozialen Netzwerken und lernten zu verstehen, welche Dynamik in den Netzwerken steckt.

Film ab.

Murat und Peter sind stolz auf ihren kleinen Videofilm, den sie von der Idee über Dreh und Schnitt komplett selber gemacht haben. „Es ist krass, wie viele Sachen wir bedenken mussten“, erzählt Peter.

Die Freude über das Geleistete und der Stolz auf das eigene Produkt sind nicht nur den beiden anzumerken, am Ende waren alle begeistert. Die AWO Rheinlandstiftung hat das Projekt gefördert, damit Jugendliche im Rahmen solcher „Creative Media Days“ lernen – und erfahren, was an Potenzialen in ihnen steckt.

© Shutterstock/NeonShot

Warum machen die das?

Traumatisierte Kinder mit Flüchtlingshintergrund in Schule und OGS integrieren.

Wenn Amal auf dem Pausenhof Krieg und Erschießen spielt, dann sind seine Mitschüler oft vollkommen überfordert. Sollen sie mitspielen − oder nicht? Auch die Lehrerinnen und Lehrer wissen oftmals nicht, wie sie reagieren sollen. Aber für Amal ist es die einzige Möglichkeit, mit dem Erlebten aus Flucht und Krieg umzugehen.

Verstehen hilft.

„Stell dir einfach vor, alle wollen irgendwas von dir, aber du verstehst nichts. Alle versuchen, dir was in den Kopf zu drücken, aber da sind noch die Bilder vom Krieg, von der Flucht und die Angst, wie es weitergehen soll.“ So beschreibt ein älteres Flüchtlingskind die bedrückende Situation.

Leonore Küpper-Beckers, Geschäftsführerin des AWO Kreisverbands Düren und Mitinitiatorin des Projekts „Ankommen – zusammenfinden, Gewaltprävention – gelingende Kommunikation in der Grundschule.“ hat die Erfahrung gemacht, dass traumatisierte Kinder mit Fluchthintergrund − meist aus Kriegsgebieten − oft aggressiv auf die An- und Überforderungen in Schule und OGS reagieren.

Ankommen und zusammenfinden.

In dem Projekt sollen alle Beteiligten – Kinder wie Erziehende – lernen, mit der Situation umzugehen. Wie kommt das Kind raus aus der Spirale von Überforderung und Aggression? Durch deeskalierende Maßnahmen soll ein gutes, stabiles Miteinander erreicht werden. Die AWO Rheinlandstiftung fördert das Projekt in den Eifelorten Schmitz, Embken und Nideggen.

© Shutterstock/Yuganov Konstantin

Der Moment zählt.

Wochenend-Ausflug für Kinder mit lebensverkürzenden Krankheiten und ihren Familien.

Für Familien mit Kindern, die an lebensverkürzenden Krankheiten leiden, gibt es in der Regel keine „Normalität“. Umso wichtiger sind kleine Ausnahmen wie so ein Ausflug zum Siegfriedsspektakel in Xanten.

Aufgeben gilt nicht.

Sie kämpfen gemeinsam – wie Siegfried mit dem Drachen. Spielerisch und ausgelassen. Phillip ist froh, dass er trotz seiner Stoffwechselerkrankung dabei sein kann. Und Emma ist glücklich, dass sich mal nicht alles um ihren Bruder Phillip dreht.

Gemeinsam Alltag genießen.

Emma, Phillip und ihre Eltern nehmen an einer Fahrt für 12 Kinder mit ihren Familien teil. Alle diese Kinder leiden an lebensverkürzenden Krankheiten. Organisiert wird die Fahrt vom Deutschen Kinderhospizverein Aachen. Die AWO Rheinlandstiftung hat den Wochenend-Ausflug gefördert, damit diese Familien einmal fernab vom häuslichen Umfeld Normalität erleben können.

Die geförderten Projekte − eine erfolgreiche Bilanz.

Die AWO Rheinlandstiftung wurde 1998 von der AWO Mittelrhein gegründet. Die Stiftung fördert Projekte in allen Bereichen der sozialen Arbeit. Schwerpunkt ist es, Kindern und Familien zu helfen und dort Chancen zu eröffnen, wo öffentliche Förderung nicht oder nicht genug greift. Daher fließen die Fördermittel der AWO Rheinlandstiftung vor allem in Projekte in regionale sozialen Brennpunkten.

Neben Ihren Spenden ermöglichten Ausschüttungen aus dem Stiftungskapital, dass seit der Gründung der Stiftung über 200 soziale Projekte gefördert werden konnten.

In der Kategorie Bildung konnten wir 65 Projekte fördern, 57 Projekte waren es in der Kategorie Gesundheit und 62 in der Kategorie Integration.

  • 84 Projekte kamen Kinder unter 6 Jahren zugute.
  • 31 Projekte richteten sich an Kinder im Grundschulalter.
  • 39 Projekte wurden für Jugendliche durchgeführt.
  • 22 Projekte wendeten sich an Familien.
  • 13 Projekte waren nur für Senior*innen.
  • 14 Projekte hatten als Schwerpunkt „Generationen zusammenführen“.
  • 8 Quartiersprojekte förderte die AWO Rheinlandstiftung bislang.

Jedes der geförderten Projekte dient der Armutsbekämpfung in der Region, einige Projekte lassen sich allerdings nicht in übliche Schubladen packen. Das muss es auch nicht, uns ist es wichtiger, dass gute Projektideen bei den Hilfsbedürftigen ankommen.