INTERKULTURELLES MITEINANDER.

Ein Stück Erde für alle!

CREATIVE MEDIA DAYS.

Zeig, was online in dir steckt.

DAS EIGENE KIND KENNENLERNEN.

Familie werden. Familie sein.

GEWALTPRÄVENTION – GELINGENDE KOMMUNIKATION IN DER GRUNDSCHULE.

Traumatisierte Kinder mit Flüchtlingshintergrund in Schule und OGS integrieren.

DEUTSCHER KINDERHOSPIZVEREIN AACHEN

Wochenend-Ausflug für Kinder mit lebensverkürzenden Krankheiten und ihren Familien.

AWO AUGUST-BEBEL-HAUS DER GENERATIONEN

Gegen Isolierung, Misstrauen und Abgrenzung − für ein „gesundes Miteinander“.

WOHNGRUPPE DER AWO HEINSBERG

Frauen lernen, sich zu behaupten und sich zu schützen.

Ahoi, wir stechen in See …!

Ehemailiger Bademeister-Turm wird zum Fantasieraum für Kids.

Nachbarschaftshilfe:

Wohnen und leben im Quartier.

Interkulturelles Miteinander.

Ein Stück Erde für alle!

„Was wächst denn da?“, fragt die kleine Surin und Gertrude Schmitz erklärt ihr, dass dort Kartoffeln wachsen. Fleißig hilft Surin, die als Flüchtlingskind aus Syrien kam, beim Gießen. Ihre Mutter versucht auf Deutsch zu erklären, was sie zu Hause in Syrien aus Kartoffeln machten. So verbindet der Quartiersgemeinschaftsgarten Menschen jeden Alters und jeder Kultur.

Zusammenhalt statt Vorbehalte.

Das Leben in diesem sozialen Brennpunkt in Aachen ist nicht einfach. Sechsgeschossige Häuser, kaum Spielplätze und kleine Wohnungen, in denen große Familien, Alleinerziehende und Senior*innen leben - häufig anonym und von Einsamkeit bedroht.

Das Projekt „Quartiersgemeinschaftsgarten“ setzt hier an. Wenn Menschen unterschiedlichen Alters und Kulturen gemeinsam etwas schaffen und gestalten, entsteht ein neues Gemeinschaftsgefühl. Initiiert und betreut vom AWO Familienzentrum wächst aus einer Brachfläche eine grüne Oase im tristen Grau.

Bei dieser Aktion beteiligen sich alle: Die Seniorinnen und Senioren im Quartier geben als erfahrene Gartenkenner ihr Wissen an Familien und Kinder weiter und so entsteht ein schönes, generationsübergreifendes und interkulturelles Miteinander.

Creative Media Days.

Zeig, was online in dir steckt.

Jugendliche in den Jugendhilfeeinrichtungen des Sommerbergs haben schon viel mitgemacht: Schwierige Familienverhältnisse, Gewalt, Ausgrenzung, Benachteiligung. Kein Wunder, dass es vielen häufig am Selbstbewusstsein und am Glauben an die eigenen Fähigkeiten mangelt. Umso wichtiger ist es, dass sie nicht anfällig für Probleme werden. Offline wie online.

Werde kreativ. Du kannst das.

In dem Ferienprojekt „Creative Media Days“ sollen die Jugendlichen den Umgang mit digitalen Medien üben. So haben sie gelernt, selbst digitale Spiele zu entwickeln und dabei auch über Spielinhalte und Spielverhalten nachzudenken. Sie haben Videos gedreht und verstanden Produktionsprozesse zu durchschauen. Sie blickten hinter die Kulissen von Sozialen Netzwerken und lernten zu verstehen, welche Dynamik in den Netzwerken steckt.

Film ab.

Murat und Peter sind stolz auf ihren kleinen Videofilm, den sie von der Idee über Dreh und Schnitt komplett selber gemacht haben. „Es ist krass, wie viele Sachen wir bedenken mussten“, erzählt Peter.

Die Freude über das Geleistete und der Stolz auf das eigene Produkt sind nicht nur den beiden anzumerken, am Ende waren alle begeistert. Die AWO Rheinlandstiftung hat das Projekt gefördert, damit Jugendliche im Rahmen solcher „Creative Media Days“ lernen – und erfahren, was an Potenzialen in ihnen steckt.

© Shutterstock/NeonShot

Das eigene Kind kennenlernen.

Familie werden. Familie sein.

Plötzlich Familie sein? Das bringt gerade ganz junge Eltern leicht an ihre Grenzen. Für Menschen, die von Armut betroffen sind, ist die neue Situation oft besonders schwierig.

Gemeinschaft lernen. Das Kind kennenlernen.

Inga, Sibel und Nadja spielen mit ihren Babys. Man hört Glucksen und Lachen. Auf dem Boden sitzen acht Frauen aus Deutschland, Marokko, Russland und Syrien und unterhalten sich mit Händen und Füßen. „Die jungen Mütter sind oftmals mit der neuen Situation überfordert“, erklärt Julia Possen, Leiterin des PEKIP-Kurses*. „In unserem Kurs lernen sie, ihre Beziehung zum Kind zu intensivieren und sich an die neue Rolle als Mutter zu gewöhnen.“ Die AWO Rheinlandstiftung ermöglicht jungen Müttern aus prekären Verhältnissen einen solchen PEKIP-Kurs.

Dieser Kurs bewirkt vieles. Trotz erheblicher Sprachhindernisse verstehen sich die Frauen. Sie übersetzen gegenseitig und erkennen, wie wichtig eine gemeinsame Sprache ist. Das motiviert sie, noch intensiver Deutsch zu lernen. Wo die Frauen im Umgang mit dem Kind unsicher sind oder sich schwer tun, die Signale der Kinder richtig zu deuten, hilft und unterstützt sie der Kurs.


* Kurze Erläuterung von Julia Possen, Leiterin des PEKIP-Kurses:
PEKIP - das „Prager Eltern Kind Programm“ ist in den 1960er Jahren entwickelt worden. Es geht darum, die vorhandenen Fähigkeiten des Babys durch Spiel-, Bewegungs- und Sinnesanregungen weiterzuentwickeln. Außerdem werden Mütter im sensiblen Prozess des Zueinanderfindens mit ihren Babys unterstützt. Damit soll auch die Beziehung zwischen dem Kind und seinen Eltern auf eine gute Basis gestellt werden.

© iStock/FatCamera

Warum machen die das?

Traumatisierte Kinder mit Flüchtlingshintergrund in Schule und OGS integrieren.

Wenn Amal auf dem Pausenhof Krieg und Erschießen spielt, dann sind seine Mitschüler oft vollkommen überfordert. Sollen sie mitspielen − oder nicht? Auch die Lehrerinnen und Lehrer wissen oftmals nicht, wie sie reagieren sollen. Aber für Amal ist es die einzige Möglichkeit, mit dem Erlebten aus Flucht und Krieg umzugehen.

Verstehen hilft.

„Stell dir einfach vor, alle wollen irgendwas von dir, aber du verstehst nichts. Alle versuchen, dir was in den Kopf zu drücken, aber da sind noch die Bilder vom Krieg, von der Flucht und die Angst, wie es weitergehen soll.“ So beschreibt ein älteres Flüchtlingskind die bedrückende Situation.

Leonore Küpper-Beckers, Geschäftsführerin des AWO Kreisverbands Düren und Mitinitiatorin des Projekts „Ankommen – zusammenfinden, Gewaltprävention – gelingende Kommunikation in der Grundschule.“ hat die Erfahrung gemacht, dass traumatisierte Kinder mit Fluchthinter-grund − meist aus Kriegsgebieten − oft aggressiv auf die An- und Überforderungen in Schule und OGS reagieren.

Ankommen und zusammenfinden.

In dem Projekt sollen alle Beteiligten – Kinder wie Erziehende – lernen, mit der Situation um-zugehen. Wie kommt das Kind raus aus der Spirale von Überforderung und Aggression? Durch deeskalierende Maßnahmen soll ein gutes, stabiles Miteinander erreicht werden. Die AWO Rheinlandstiftung fördert das Projekt in den Eifelorten Schmitz, Embken und Nideggen.

© Shutterstock/Yuganov Konstantin

Der Moment zählt.

Wochenend-Ausflug für Kinder mit lebensverkürzenden Krankheiten und ihren Familien.

Für Familien mit Kindern, die an lebensverkürzenden Krankheiten leiden, gibt es in der Regel keine „Normalität“. Umso wichtiger sind kleine Ausnahmen wie so ein Ausflug zum Sieg-friedsspektakel in Xanten.

Aufgeben gilt nicht.

Sie kämpfen gemeinsam – wie Siegfried mit dem Drachen. Spielerisch und ausgelassen. Phillip ist froh, dass er trotz seiner Stoffwechselerkrankung dabei sein kann. Und Emma ist glücklich, dass sich mal nicht alles um ihren Bruder Phillip dreht.

Gemeinsam Alltag genießen.

Emma, Phillip und ihre Eltern nehmen an einer Fahrt für 12 Kinder mit ihren Familien teil. Alle diese Kinder leiden an lebensverkürzenden Krankheiten. Organisiert wird die Fahrt vom Deut-schen Kinderhospizverein Aachen. Die AWO Rheinlandstiftung hat den Wochenend-Ausflug gefördert, damit diese Familien einmal fernab vom häuslichen Umfeld Normalität erleben können.

Gut drauf im Veedel.

Gegen Isolierung, Misstrauen und Abgrenzung − für ein „gesundes Miteinander“.

Köln-Mülheim ist die Multikulti-Metropole auf der „Schäl Sick“. Vielfach sind sich die Men-schen fremd − man bleibt unter sich. Die Jugendlichen des AWO August-Bebel-Hauses der Generationen stellen sich für ihr Veedel aber etwas anderes vor.

Miteinander statt Nebeneinander.

Mit einem Bollerwagen voller Spiele und Sportangebote, mit frischem Obst und Gemüse zie-hen die Jugendlichen zweimal wöchentlich durchs Veedel und bieten Sportarten wie Slackline, Fußball, Badminton und Tischtennis an.

Das Angebot wurde schnell angenommen. Sport und Spiel sind die besten Türöffner fürs Ken-nenlernen und optimal,  um Vorurteile abzubauen. Sprachbarrieren spielen dabei keine Rolle. So wurden neue Talente entdeckt und Infos über Aktivitäten ortsansässiger Vereine ausge-tauscht.

Spielerisch kennenlernen.

Wo Menschen sich kennen, entsteht Nachbarschaft. Die Idee der Jugendlichen, auf die Men-schen im Viertel zuzugehen und sie mit einfachen Mitteln zum gemeinsamen Tun zu bewe-gen, funktioniert perfekt − deshalb fördert die AWO Rheinlandstiftung das Projekt.

© Shutterstock/Maxim Blinkov

Ich bin was wert.

Frauen lernen, sich zu behaupten und sich zu schützen.

Die Frauen, die in der Wohngruppe der AWO Heinsberg leben oder dort ambulant betreut werden, haben Schlimmes erlebt. Entwertet, diskriminiert, misshandelt. Und das oftmals über Jahre.

Selbstwert lernen.

Im betreuten Wohnen können sie durchatmen. Hier lernen sie, wieder an sich zu glauben. Dazu gehört auch, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein aufzubauen. Eine große Aufgabe für Frauen, die immer wieder versucht haben, ihr Schicksal zu meistern und dann doch wieder ins Straucheln geraten sind. Durch Schulden, Arbeitslosigkeit, oft aber auch durch massive Gewalt und sexuellen Missbrauch.

Der Weg zurück ins Leben beginnt mit dem ersten Schritt.

Die AWO Rheinlandstiftung unterstützt die Frauen durch WenDo-Kurse. In diesen Präventi-ons- und Selbstbehauptungskursen lernen sie, unfaires Verhalten zu erkennen und zu benen-nen, Beleidigungen und Grenzüberschreitungen zurückzuweisen und sich bei körperlichen und verbalen Angriffen zu schützen.

Ohne den geschützten Rahmen, den die AWO in Heinsberg den Frauen bietet, wäre es für manche schwer, den Kurs zu Ende zu führen. Psychisch wie finanziell. Die Lebensläufe sind zu tief gezeichnet. „Ich habe gelernt, meine Meinung, Bedürfnisse und Wünsche zu sagen“, er-zählt eine Teilnehmerin. Ein erster Schritt, das eigene Leben aktiv und selbstbestimmt zu gestalten.

© iStock/NicolasMcComber

Ahoi, wir stechen in See …!

Ehemailiger Bademeister-Turm wird zum Fantasieraum für Kids.

Früher war der Turm das alleinige Refugium des Bademeisters. Heute, nach der Instandsetzung, kann er vieles sein: Eine Raubritterburg, ein Wolkenschiff oder eine Raumstation in fernen Galaxien. Der Fantasie der Kids sind keine Grenzen gesetzt.

Vom Freibad zum Mehrgenerationenpark.

Der Bademeister-Turm im AWO Mehrgenerationenpark am Aggerstrand in Engelskirchen wurde auf dem Areal eines ehemaligen Freibades errichtet. Inzwischen befinden sich auf dem Gelände ein Naturkindergarten und ein Jugendzentrum.

Die Flächen um die beiden Einrichtungen sind öffentlich zugänglich und werden von vielen Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Kulturen genutzt. Die Jugendlichen kommen gerne ins Jugendzentrum. Hier haben sie Spaß und finden jede Menge Action.

Nicht mehr außen vor, sondern mittendrin.

Mit der von der AWO Rheinlandstiftung geförderten Instandsetzung des ehemaligen Bademeister-Turms haben nun auch die jüngeren Kids Raum für ihre eigene Spiel- und Fantasiewelt − im geschützten Umfeld und mit pädagogischer Betreuung durch das Team der Jugendeinrichtung.

Nachbarschaftshilfe:

Wohnen und leben im Quartier.

Merkstein, eine Gemeinde in der Nähe von Aachen: Die Anzahl der älteren Menschen steigt, damit wächst auch der Bedarf an Hilfemaßnahmen. Hier setzt das AWO Quartiersprojekt „Mitten in Merkstein“ an. Das Projekt will erreichen, dass Menschen auch im Alter in ihrem Lebensumfeld bleiben können und dort die Unterstützung erfahren, die sie benötigen.

Die Anforderungen liegen auf der Hand: Nachbarschaftliche und soziale Netze müssen aufgebaut, professionelle Dienstleister und weitere Akteure der „Sorgenden Gemeinschaft“ angesprochen und im Sinne einer inklusiven Gesellschaft vernetzt werden - dabei geht es hauptsächlich um den direkten Kontakt und das persönliche Engagement.

Quartiersgängerin: Kontakte knüpfen − Netzwerke pflegen.

Direkt vor Ort, immer ein offenes Ohr für die Probleme der älteren Menschen, das ist die Quartiersgängerin Ursula Kreutz-Kullmann in Herzogenrath-Merkstein. Sie ist ständig im Quartier unterwegs und erkennt sofort, wo Bedarf herrscht, findet Lösungen, bringt Menschen und Institutionen zusammen. Mit ihren Aktivitäten und ihrem Engagement will sie erreichen, dass ältere Menschen möglichst lange in ihrem vertrauten Umfeld leben können und dass aktiv am Leben teilnehmen können.

© goodluz

Wer holt die Post, wenn ich mit dem
gebrochenen Bein keine Treppe mehr steigen kann?
Wer hat Zeit für ein Gespräch zwischendurch?
Wer gießt meine Blumen, wenn ich mal im Krankenhaus bin?

Die geförderte Projekte − eine erfolgreiche Bilanz.

Die AWO Rheinlandstiftung wurde 1998 von der AWO Mittelrhein gegründet. Die Stiftung fördert Projekte in allen Bereichen der sozialen Arbeit. Schwerpunkt ist es, Kindern und Familien zu helfen und dort Chancen zu eröffnen, wo öffentliche Förderung nicht oder nicht genug greift. Daher fließen die Fördermittel der AWO Rheinlandstiftung vor allem in Projekte in regionale sozialen Brennpunkten.

Neben Ihren Spenden ermöglichten Ausschüttungen aus dem Stiftungskapital, dass seit der Gründung der Stiftung über 180 soziale Projekte gefördert werden konnten.

In der Kategorie Bildung konnten wir 65 Projekte fördern, 57 Projekte waren es in der Kategorie Gesundheit und 62 in der Kategorie Integration.

  • 65 Projekte kamen Kinder unter 6 Jahren zugute.
  • 25 Projekte richteten sich an Kinder im Grundschulalter.
  • 39 Projekte wurden für Jugendliche durchgeführt.
  • 3 Projekte waren nur für Senior*innen.
  • 14 Projekte hatten als Schwerpunkt „Generationen zusammenführen“.
  • 6 Quartiersprojekte förderte die AWO Rheinlandstiftung bislang.

Jedes der geförderten Projekte dient der Armutsbekämpfung in der Region, Einige Projekte lassen sich allerdings nicht in übliche Schubladen packen. Das muss es auch nicht, uns ist es wichtiger, dass gute Projektideen bei den Hilfsbedürftigen ankommen.