Natur bewegt − Erfahrungen in der Eifel.

Erlebnisfahrt für Jungen zur Gewaltprävention.

10 Jungen im Alter zwischen 10 und 13 aus sozial benachteiligten Familienverhältnissen und/oder mit Migrationshintergrund haben gemeinsam eine Woche in der Eifel verbracht.

Etwa Dreiviertel der Kinder besuchen eine Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung und bedürfen einer außerschulischen Förderung. Darunter befinden sich auch jungen, die eklatante Defizite in ihrem Sozialverhalten aufweisen, wie z. B. eine fehlende realistische Selbsteinschätzung, ein schwach ausgeprägtes Repertoire an sozioemotionalen Interaktionsformen sowie ein stark reduziertes Selbstwertgefühl. Dazu kommen oft erhebliche Defizite in der Entwicklung einer altersangemessenen Geschlechtsidentität, da im familialen Kontext adäquate männliche Vorbilder fehlen, die als Modell für ein geschlechtergerechtes Rollenverständnis dienen können.

Für einige der Jungen war diese Ferienwoche ihr erster oder ein seltener Aufenthalt außerhalb der Kölner Stadtgrenzen.

Im Mittelpunkt der Fahrt standen erlebnispädagogische Freizeitaktivitäten, gewaltpräventive Maßnahmen sowie Gruppenarbeit mit geschlechtsspezifischen Themen, die die Identitätsentwicklung und das Selbstbewusstsein der Kinder stärkten.

Bei einer Tour mit dem Canadier über den Rursee, beim Floßbau und bei einer Survival-Tour (light) sammelten die Kinder spannende Outdoor-Erfahrungen. Die gemeinsame Aufgabe mit Hilfe einer selbstgespannten Seilbrücke eine Schlucht zu überqueren, mit dem Kompass und Karten den Weg zur Jugendherberge zurück zu finden, Notunterkünfte zu bauen und auf verschiedene Arten Feuer zu entfachen, forderten Teamfähigkeit, Sozialverhalten und Selbstwahrnehmung – bei alledem sei das Wichtigste aber nicht vergessen:

Die Jungs hatten eine Woche lang richtig viel Spaß!