GEWALTPRÄVENTION – GELINGENDE KOMMUNIKATION IN DER GRUNDSCHULE.

Traumatisierte Kinder mit Flüchtlingshintergrund in Schule und OGS integrieren.

DEUTSCHER KINDERHOSPIZVEREIN AACHEN

Wochenend-Ausflug für Kinder mit lebensverkürzenden Krankheiten und ihren Familien.

AWO AUGUST-BEBEL-HAUS DER GENERATIONEN

Gegen Isolierung, Misstrauen und Abgrenzung − für ein „gesundes Miteinander“.

WOHNGRUPPE DER AWO HEINSBERG

Frauen lernen, sich zu behaupten und sich zu schützen.

Natur bewegt − Erfahrungen in der Eifel.

Erlebnisfahrt für Jungen zur Gewaltprävention.

AWO Luise-Albertz-KiTa KV Rhein-Oberberg e.V.

Kinder erforschen jeden Tag die Welt!

Ahoi, wir stechen in See …!

Ehemailiger Bademeister-Turm wird zum Fantasieraum für Kids.

Alles nur stressig …!

Gegen Leistungsdruck, Stress und Bewegungsmangel: Jugendliche brauchen HilfeZack!

Nachbarschaftshilfe:

Wohnen und leben im Quartier.

Warum machen die das?

Traumatisierte Kinder mit Flüchtlingshintergrund in Schule und OGS integrieren.

Wenn Amal auf dem Pausenhof Krieg und Erschießen spielt, dann sind seine Mitschüler oft vollkommen überfordert. Sollen sie mitspielen − oder nicht? Auch die Lehrerinnen und Lehrer wissen oftmals nicht, wie sie reagieren sollen. Aber für Amal ist es die einzige Möglichkeit, mit dem Erlebten aus Flucht und Krieg umzugehen.

Verstehen hilft.

„Stell dir einfach vor, alle wollen irgendwas von dir, aber du verstehst nichts. Alle versuchen, dir was in den Kopf zu drücken, aber da sind noch die Bilder vom Krieg, von der Flucht und die Angst, wie es weitergehen soll.“ So beschreibt ein älteres Flüchtlingskind die bedrückende Situation.

Leonore Küpper-Beckers, Geschäftsführerin des AWO Kreisverbands Düren und Mitinitiatorin des Projekts „Ankommen – zusammenfinden, Gewaltprävention – gelingende Kommunikation in der Grundschule.“ hat die Erfahrung gemacht, dass traumatisierte Kinder mit Fluchthinter-grund − meist aus Kriegsgebieten − oft aggressiv auf die An- und Überforderungen in Schule und OGS reagieren.

Ankommen und zusammenfinden.

In dem Projekt sollen alle Beteiligten – Kinder wie Erziehende – lernen, mit der Situation um-zugehen. Wie kommt das Kind raus aus der Spirale von Überforderung und Aggression? Durch deeskalierende Maßnahmen soll ein gutes, stabiles Miteinander erreicht werden. Die AWO Rheinlandstiftung fördert das Projekt in den Eifelorten Schmitz, Embken und Nideggen.

Der Moment zählt.

Wochenend-Ausflug für Kinder mit lebensverkürzenden Krankheiten und ihren Familien.

Für Familien mit Kindern, die an lebensverkürzenden Krankheiten leiden, gibt es in der Regel keine „Normalität“. Umso wichtiger sind kleine Ausnahmen wie so ein Ausflug zum Sieg-friedsspektakel in Xanten.

Aufgeben gilt nicht.

Sie kämpfen gemeinsam – wie Siegfried mit dem Drachen. Spielerisch und ausgelassen. Phillip ist froh, dass er trotz seiner Stoffwechselerkrankung dabei sein kann. Und Emma ist glücklich, dass sich mal nicht alles um ihren Bruder Phillip dreht.

Gemeinsam Alltag genießen.

Emma, Phillip und ihre Eltern nehmen an einer Fahrt für 12 Kinder mit ihren Familien teil. Alle diese Kinder leiden an lebensverkürzenden Krankheiten. Organisiert wird die Fahrt vom Deut-schen Kinderhospizverein Aachen. Die AWO Rheinlandstiftung hat den Wochenend-Ausflug gefördert, damit diese Familien einmal fernab vom häuslichen Umfeld Normalität erleben können.

Gut drauf im Veedel.

Gegen Isolierung, Misstrauen und Abgrenzung − für ein „gesundes Miteinander“.

Köln-Mülheim ist die Multikulti-Metropole auf der „Schäl Sick“. Vielfach sind sich die Men-schen fremd − man bleibt unter sich. Die Jugendlichen des AWO August-Bebel-Hauses der Generationen stellen sich für ihr Veedel aber etwas anderes vor.

Miteinander statt Nebeneinander.

Mit einem Bollerwagen voller Spiele und Sportangebote, mit frischem Obst und Gemüse zie-hen die Jugendlichen zweimal wöchentlich durchs Veedel und bieten Sportarten wie Slackline, Fußball, Badminton und Tischtennis an.

Das Angebot wurde schnell angenommen. Sport und Spiel sind die besten Türöffner fürs Ken-nenlernen und optimal,  um Vorurteile abzubauen. Sprachbarrieren spielen dabei keine Rolle. So wurden neue Talente entdeckt und Infos über Aktivitäten ortsansässiger Vereine ausge-tauscht.

Spielerisch kennenlernen.

Wo Menschen sich kennen, entsteht Nachbarschaft. Die Idee der Jugendlichen, auf die Men-schen im Viertel zuzugehen und sie mit einfachen Mitteln zum gemeinsamen Tun zu bewe-gen, funktioniert perfekt − deshalb fördert die AWO Rheinlandstiftung das Projekt.

Ich bin was wert.

Frauen lernen, sich zu behaupten und sich zu schützen.

Die Frauen, die in der Wohngruppe der AWO Heinsberg leben oder dort ambulant betreut werden, haben Schlimmes erlebt. Entwertet, diskriminiert, misshandelt. Und das oftmals über Jahre.

Selbstwert lernen.

Im betreuten Wohnen können sie durchatmen. Hier lernen sie, wieder an sich zu glauben. Dazu gehört auch, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein aufzubauen. Eine große Aufgabe für Frauen, die immer wieder versucht haben, ihr Schicksal zu meistern und dann doch wieder ins Straucheln geraten sind. Durch Schulden, Arbeitslosigkeit, oft aber auch durch massive Gewalt und sexuellen Missbrauch.

Der Weg zurück ins Leben beginnt mit dem ersten Schritt.

Die AWO Rheinlandstiftung unterstützt die Frauen durch WenDo-Kurse. In diesen Präventi-ons- und Selbstbehauptungskursen lernen sie, unfaires Verhalten zu erkennen und zu benen-nen, Beleidigungen und Grenzüberschreitungen zurückzuweisen und sich bei körperlichen und verbalen Angriffen zu schützen.

Ohne den geschützten Rahmen, den die AWO in Heinsberg den Frauen bietet, wäre es für manche schwer, den Kurs zu Ende zu führen. Psychisch wie finanziell. Die Lebensläufe sind zu tief gezeichnet. „Ich habe gelernt, meine Meinung, Bedürfnisse und Wünsche zu sagen“, er-zählt eine Teilnehmerin. Ein erster Schritt, das eigene Leben aktiv und selbstbestimmt zu gestalten.

Natur bewegt − Erfahrungen in der Eifel.

Erlebnisfahrt für Jungen zur Gewaltprävention.

10 Jungen im Alter zwischen 10 und 13 aus sozial benachteiligten Familienverhältnissen und/oder mit Migrationshintergrund haben gemeinsam eine Woche in der Eifel verbracht.

Etwa Dreiviertel der Kinder besuchen eine Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung und bedürfen einer außerschulischen Förderung. Darunter befinden sich auch jungen, die eklatante Defizite in ihrem Sozialverhalten aufweisen, wie z. B. eine fehlende realistische Selbsteinschätzung, ein schwach ausgeprägtes Repertoire an sozioemotionalen Interaktionsformen sowie ein stark reduziertes Selbstwertgefühl. Dazu kommen oft erhebliche Defizite in der Entwicklung einer altersangemessenen Geschlechtsidentität, da im familialen Kontext adäquate männliche Vorbilder fehlen, die als Modell für ein geschlechtergerechtes Rollenverständnis dienen können.

Für einige der Jungen war diese Ferienwoche ihr erster oder ein seltener Aufenthalt außerhalb der Kölner Stadtgrenzen.

Im Mittelpunkt der Fahrt standen erlebnispädagogische Freizeitaktivitäten, gewaltpräventive Maßnahmen sowie Gruppenarbeit mit geschlechtsspezifischen Themen, die die Identitätsentwicklung und das Selbstbewusstsein der Kinder stärkten.

Bei einer Tour mit dem Canadier über den Rursee, beim Floßbau und bei einer Survival-Tour (light) sammelten die Kinder spannende Outdoor-Erfahrungen. Die gemeinsame Aufgabe mit Hilfe einer selbstgespannten Seilbrücke eine Schlucht zu überqueren, mit dem Kompass und Karten den Weg zur Jugendherberge zurück zu finden, Notunterkünfte zu bauen und auf verschiedene Arten Feuer zu entfachen, forderten Teamfähigkeit, Sozialverhalten und Selbstwahrnehmung – bei alledem sei das Wichtigste aber nicht vergessen:

Die Jungs hatten eine Woche lang richtig viel Spaß!

AWO Luise-Albertz-KiTa Kreisverband Rhein-Oberberg e. V.

Kinder erforschen jeden Tag die Welt!

„Das ist ja ein richtiger Wasserberg!“ staunt die kleine Sarah. Vorsichtig füllt sie etwas mehr Wasser in ein Glas und beobachtet, was passiert. „Hat das Wasser eine Haut?“ fragt der kleine Tom. Gemeinsam überlegen die Kinder wie so ein Wasserberg entstehen kann. Die kleinen Forscher lernen spielend, was Oberflächenspannung ist, indem sie sich fest an den Händen halten - „wie Wasserteilchen im Glas“ erkennt der kleine Ibrahim. Die Erzieherin beugt sich nach hinten und wird von den Kindern gehalten. Dabei erklärt sie, dass sie jetzt, genau wie das Wasser, an dem Rand hinab fließen möchte, aber die benachbarten Teilchen sie festhalten.

Kinder sind von sich aus neugierig und interessiert an Naturphänomenen. Mit dem von der AWO Rheinlandstiftung unterstützten Programm „Haus der kleinen Forscher“ können sich pädagogische Fachkräfte fortbilden, um dieses natürliche Interesse angemessen zu begleiten.

Kinder entwickeln Lernfreude und Problemlösekompetenzen. Beim Erforschen ihrer Welt gewinnen die Kinder ganz nebenbei auch Sprachkompetenz, Sozialkompetenz, Feinmotorik und Selbstbewusstsein. Die Mittel für dieses Projekt stammen aus der Kampagne „AWO Paket gegen Armut“ für Bildung & Förderung.

Ahoi, wir stechen in See …!

Ehemailiger Bademeister-Turm wird zum Fantasieraum für Kids.

Früher war der Turm das alleinige Refugium des Bademeisters. Heute, nach der Instandsetzung, kann er vieles sein: Eine Raubritterburg, ein Wolkenschiff oder eine Raumstation in fernen Galaxien. Der Fantasie der Kids sind keine Grenzen gesetzt.

Vom Freibad zum Mehrgenerationenpark.

Der Bademeister-Turm im AWO Mehrgenerationenpark am Aggerstrand in Engelskirchen wurde auf dem Areal eines ehemaligen Freibades errichtet. Inzwischen befinden sich auf dem Gelände ein Naturkindergarten und ein Jugendzentrum.

Die Flächen um die beiden Einrichtungen sind öffentlich zugänglich und werden von vielen Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Kulturen genutzt. Die Jugendlichen kommen gerne ins Jugendzentrum. Hier haben sie Spaß und finden jede Menge Action.

Nicht mehr außen vor, sondern mittendrin.

Mit der von der AWO Rheinlandstiftung geförderten Instandsetzung des ehemaligen Bademeister-Turms haben nun auch die jüngeren Kids Raum für ihre eigene Spiel- und Fantasiewelt − im geschützten Umfeld und mit pädagogischer Betreuung durch das Team der Jugendeinrichtung.

Alles nur stressig …!

Gegen Leistungsdruck, Stress und Bewegungsmangel: Jugendliche brauchen Hilfe!

Enormer Leistungsdruck in der Schule, Ärger im Elternhaus − und das alles in der Pubertät. Ein Teufelskreis, der für viele Jugendliche nur schwer zu durchbrechen ist. Einige versuchen, diesen Stress durch auffällige Ernährung oder Aggressionen zu kompensieren, andere ziehen sich in eine virtuelle und bewegungsarme Parallelwelt zurück. Gegen diese Rückzugtendenzen setzt die AWO Jugendeinrichtung Frohnhofstraße in Köln-Ossendorf Sport-und Entspannungsprojekt, finanziert durch die AWO Rheinlandstiftung.

Hauptziele des Projektes sind Spaß an Bewegung und ein gesundes Körpergefühl sowie respektvoller Umgang miteinander. Spielerisch wird Alltagsstress abgebaut, so lernen die Kids in der „Cool down“-Phase sich zu entspannen und ihren Körper ganz bewusst wahrzunehmen. Auch die Sensibilisierung für gesunde Ernährung und das eigene Essverhalten ist Teil des Projektes. In einem 90-Minuten-Aktiv-Programm bieten wir zweimal die Woche Yoga, funktionelles Training, Turnen und Pilates − unterstützt durch motivierende Musik an. Ein toller Nebeneffekt: Die körperliche Betätigung, das „Auspowern“ wirkt sich auch sehr positiv auf die gesamte Grundstimmung in unserer Einrichtung aus.“

90 Minuten einheizen und auspowern.

„Durch die Unterstützung der AWO Rheinlandstiftung konnten wir endlich vernünftige Sportgeräte anschaffen. Damit haben wir die Neugier der Kinder und Jugendlichen wecken und einige von ihnen auch echt begeistern können.

Zweimal die Woche bieten wir nun Yoga, funktionelles Training, Turnen und Pilates − unterstützt durch motivierende Musik. Mit dem 90-Minuten- Programm ‚heizen‘ wir den 10 - bis 16-Jährigen ganz schön ein. Aber es ist schön zu sehen, wie die Kids nach und nach eigene Ideen entwickeln und einige sich dabei auch total auspowern.“


Philip Gerka,
Sportpädagoge der Einrichtung

Nachbarschaftshilfe:

Wohnen und leben im Quartier.

Merkstein, eine Gemeinde in der Nähe von Aachen: Die Anzahl der älteren Menschen steigt, damit wächst auch der Bedarf an Hilfemaßnahmen. Hier setzt das AWO Quartiersprojekt „Mitten in Merkstein“ an. Das Projekt will erreichen, dass Menschen auch im Alter in ihrem Lebensumfeld bleiben können und dort die Unterstützung erfahren, die sie benötigen.

Die Anforderungen liegen auf der Hand: Nachbarschaftliche und soziale Netze müssen aufgebaut, professionelle Dienstleister und weitere Akteure der „Sorgenden Gemeinschaft“ angesprochen und im Sinne einer inklusiven Gesellschaft vernetzt werden - dabei geht es hauptsächlich um den direkten Kontakt und das persönliche Engagement.

Quartiersgängerin: Kontakte knüpfen − Netzwerke pflegen.

Direkt vor Ort, immer ein offenes Ohr für die Probleme der älteren Menschen, das ist die Quartiersgängerin Ursula Kreutz-Kullmann in Herzogenrath-Merkstein. Sie ist ständig im Quartier unterwegs und erkennt sofort, wo Bedarf herrscht, findet Lösungen, bringt Menschen und Institutionen zusammen. Mit ihren Aktivitäten und ihrem Engagement will sie erreichen, dass ältere Menschen möglichst lange in ihrem vertrauten Umfeld leben können und dass aktiv am Leben teilnehmen können.

Wer holt die Post, wenn ich mit dem
gebrochenen Bein keine Treppe mehr steigen kann?
Wer hat Zeit für ein Gespräch zwischendurch?
Wer gießt meine Blumen, wenn ich mal im Krankenhaus bin?

Die geförderte Projekte − eine erfolgreiche Bilanz.

Die AWO Rheinlandstiftung wurde 1998 von der AWO Mittelrhein gegründet. Die Stiftung fördert Projekte in allen Bereichen der sozialen Arbeit. Schwerpunkt ist es, Kindern und Familien zu helfen und dort Chancen zu eröffnen, wo öffentliche Förderung nicht oder nicht genug greift. Daher fließen die Fördermittel der AWO Rheinlandstiftung vor allem in Projekte in regionale sozialen Brennpunkten.

Neben Ihren Spenden ermöglichten Ausschüttungen aus dem Stiftungskapital, dass seit der Gründung der Stiftung über 180 soziale Projekte gefördert werden konnten.

In der Kategorie Bildung konnten wir 65 Projekte fördern, 57 Projekte waren es in der Kategorie Gesundheit und 62 in der Kategorie Integration.

  • 65 Projekte kamen Kinder unter 6 Jahren zugute.
  • 25 Projekte richteten sich an Kinder im Grundschulalter.
  • 39 Projekte wurden für Jugendliche durchgeführt.
  • 3 Projekte waren nur für Senior*innen.
  • 14 Projekte hatten als Schwerpunkt „Generationen zusammenführen“.
  • 6 Quartiersprojekte förderte die AWO Rheinlandstiftung bislang.

Jedes der geförderten Projekte dient der Armutsbekämpfung in der Region, Einige Projekte lassen sich allerdings nicht in übliche Schubladen packen. Das muss es auch nicht, uns ist es wichtiger, dass gute Projektideen bei den Hilfsbedürftigen ankommen.