Kinder erforschen jeden Tag die Welt!

AWO Luise-Albertz-KiTa Kreisverband Rhein-Oberberg e. V.
„Das ist ja ein richtiger Wasserberg!“ staunt die kleine Sarah. Ganz vorsichtig füllt sie mit einer Pipette Wasser in ein Glas und beobachtet ganz genau, was pas-siert. „Hat das Wasser eine Haut?“ fragt der kleine Tom. Gemeinsam überlegen die Kinder wie so ein Wasserberg entstehen kann. Die kleinen Forscher lernen spielend was Oberflächenspannung ist, in-dem sie sich fest an den Händen halten. „wie die Wasserteilchen im Glas“ erkennt der kleine Ibrahim. Die Erzieherin beugt sich nach hinten und wird von den Kindern gehalten. Dabei erklärt sie, dass sie jetzt, genau wie das Wasser, an dem Rand hinab fließen möchte, aber die benachbarten Teilchen sie festhalten. „Was passiert jetzt, wenn der Wasserberg noch weiter steigt?“. Die Erzieherin bekommt die Antwort von den Kindern, erst nachdem alle nach hinten gepurzelt sind.
Kinder sind von sich aus neugierig und interessiert an Naturphänomenen. Mit dem von der AWO Rheinlandstiftung unterstützten Programm "Haus der kleinen Forscher" können sich pädagogische Fachkräfte kontinuierlich fortbilden, um dieses natürliche Interesse entwicklungs angemessen zu begleiten. Die Kinder entwickeln Lernfreude und Problemlösekompetenzen. Ihre Fragen spielen eine zentrale Rolle. Beim Erforschen ihrer Welt gewinnen die Kinder ganz nebenbei auch Sprachkompetenz, Sozialkompetenz, Feinmotorik und Selbstbewusstsein.
Die Mittel für dieses Projekt stammen aus der Kampagne „AWO-Paket gegen Armut“ Paket für Bildung & Förderung.
„Die ganze Welt in meinem Kopf"
AWO Kita MITTENDRIN in Aachen
„Gerade den Menschen in unserem Viertel, die oft in bildungsferner Umgebung leben, muss der Wert von Bildung auch durch Literatur vermittelt werden. Ihnen muss der praktische Zugang zu Literatur erleichtert werden!“ Das fordern die Erzieherinnen der Kita MITTENDRIN in Aachen. „Wir arbeiten nach einem ganzheitlichen Ansatz. Sowohl unter dem Aspekt der Leseförderung als auch der Integrationsarbeit haben wir Kinderbücher in mehreren Sprachen eingekauft, um den Eltern die Begegnung mit Kinderliteratur zu erleichtern. Zu verschiedenen Anlässen und Festen, bieten wir Vorleserunden in unterschiedlichen Sprachen an, das fasziniert auch die Zuhörer/-innen, die die jeweilige Sprache (noch) nicht verstehen. Die Inhalte werden kreativ umgesetzt, es wird gemeinsam gebacken, gebastelt, gesungen und gespielt – all das ist Teil des Programms „Bücherwurm“.
Musikalische Früherziehung

AWO Kreisverband Aachen-Stadt e. V.
Nicht nur Worte vermögen es, den Weg zu den Herzen der Kinder zu finden, auch Töne und Klänge sind dazu besonders geeignet. Die AWO Rheinlandstiftung unterstützte auch die musikalische Früherziehung in der KiTa Mittendrinn. „Unser Ziel ist, die Kinder geistig ebenso wie emotional, sprachlich und motorisch durch Bewegung und Tanz, gestisch-mimisches Darstellen, Singen, Sprechen und instrumentales Spielen zu fördern.“
Ganz aufgeregt waren die Kinder, als sie die eingeübten Lieder, Tänze u. a. dem Publikum vorführen konnten. Stolz und selbstbewusst freuen sich die Kinder schon darauf weiter zu musizieren.
„Hilf mir, MIR SELBST ZU HELFEN!“
Finanzierung eines Leporellos „Runder Tisch gegen häusliche Gewalt“
Kinder und Jugendliche sind bei häusliche Gewalt unmittelbar betroffen. Sie brauchen in besonderem Maße Schutz vor weiterer Gewalterfahrung und Unterstützung dabei, diese Erfahrungen angemessen verarbeiten zu können. Daher muss bei allen Interventionen zu häuslicher Gewalt immer ein besonderes Augenmerk auf die beteiligten Kinder gelegt werden. Jede Maßnahme gegen häusliche Gewalt ist eine Maßnahme zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Deshalb hat die AWO Rheinlandstiftung die Erstellung eines kleinen Faltblatts in Visitenkartengröße unterstützt, das Betroffene unauffällig in der Handtasche oder Geldbörse „verschwinden lassen“ können.
Es ist in deutscher, russischer und türkischer Sprache aufgelegt. Informationen,
Adressen und Telefonnummern, an die sich Menschen mit Gewalterfahrung wenden können, sind auf dem Leporello einfach und schnell zu finden.
Das Informationsbriefchen liegt im gesamten Kreis Euskirchen, z. B. in Arztpraxen,
Krankenhäusern, Kommunen, zur Mitnahme bereit.

"Nimm mich wahr!"

Projekte „Faustlos“ „Gewaltfreie Kommunikation“
Montagmorgen, zehn Uhr, in der AWO-Kindertagesstätte Rheinhöhenweg im KV Rhein-Oberberg. Statt wie üblich in ihrem Gruppenraum herumzutoben oder
zu spielen, sitzen acht Kinder mucksmäuschenstill auf ihren Stühlen im Kreis. Alle Blicke richten sich auf die Erzieherin, die zwei Handpuppen aus ihrem Koffer hervorholt.
„Na, wollt ihr den wilden Willi und die ruhige Schneck begrüßen?“
„Hallo, wilder Willi! Hallo, ruhigeSchneck!“, tönt es von allen Seiten. Die Pädagogin legt den Finger auf den Mund und die Stimmen verklingen. Die Kinder verfolgen mit großen Augen, was die Erzieherin mit den beiden Handpuppen vorführt.
Was wie ein lustiges Theaterstück aussieht, hat einen ernsten Hintergrund: Das Puppenspiel eröffnet eine Faustlos-Stunde für die Vier- bis Sechsjährigen. Faustlos ist ein Gewaltpräventionsprogramm, das aggressivem Verhalten bereits bei den Jüngsten vorbeugen soll.
Gewaltbereitschaft wird früh entwickelt. Ziel ist es, Kindern so früh wie möglich wichtige Kompetenzen in Sachen Empathie, Impulskontrolle sowie Umgang mit
Wut oder Ärger zu vermitteln und dadurch das friedliche Miteinander zu fördern. Denn obwohl Gewalt vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auftritt, liegt die Wurzel häufig in der Kindheit: Entwicklungspsychologen gehen davon aus, dass es oft frühe Defizite im sozialemotionalen Bereich sind, die Gewaltbereitschaft im späteren Alter begünstigen. Gewaltfreie Kommunikation baut dem vor, indem die Kinder lernen, auch heikle Situationen zu meistern - ohne gleich zuzuschlagen.


